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20.02.2017 16:12

Pressemitteilung: „Wir halten an gemeinsamer Aufarbeitung fest“



K o r n t a l / 20.02.2017

„Wir halten an gemeinsamer Aufarbeitung fest“


Hinsichtlich der jüngsten Berichterstattungen zur Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in den Werken der evangelischen Brüdergemeinde, die wiedergeben, dass sich die Opfer aus dem gemeinsamen Aufarbeitungsprozess zurückziehen wollen, nahm Klaus Andersen, der weltliche Vorsteher der Brüdergemeinde am Montag, dem 20.02.2017, wie folgt Stellung:

„Nach der Absage von Rechtsanwalt Weber als unabhängigen Aufklärer können wir den Unmut einiger Betroffener, dass der Prozess sich dadurch noch einmal verzögert, verstehen. Dies ist für alle Beteiligten gleichermaßen enttäuschend. Es ist jedoch nicht zutreffend, dass pauschalisiert davon ausgegangen wird, dass sich alle Betroffenen aus dem gemeinsamen Prozess zurückziehen wollen.
Durch persönliche Gespräche wissen wir, dass einige Betroffene - ebenso wie wir - sehr wohl an einer Fortführung der Gespräche mit Unterstützung der Mediatoren interessiert sind. Wir halten daher auch weiterhin an einer gemeinsamen Aufarbeitung fest.“


Bezogen auf den Gesamtprozess der gemeinsamen Aufarbeitung, der in der Vergangenheit immer mal wieder ins Stocken geriet, betonte Andersen:

„Der Aufarbeitungsprozess der Brüdergemeinde Korntal ist nicht vergleichbar. Unser Anspruch war es von Anfang an, alle mitzunehmen, Beteiligte und Betroffene, um sich den Vorwürfen über den Weg von Vertrauen und Offenheit so gut wie möglich zu stellen und Entscheidungen zur Vorgehensweise gemeinsam zu treffen. Dies beinhaltete in der Vergangenheit immer wieder auch sehr langwierige Diskussionsprozesse innerhalb der Gruppe.
Wir glauben weiter an einen gemeinsamen Weg der Aufarbeitung und möchten diesen mit den Betroffenen, die das ebenfalls wollen, und den Mediatoren weiter gehen und nach einer zügigen Lösung für einen neuen unabhängigen Aufklärer suchen.“