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Gemeindearbeit
 
 
 

Wie alles begann

 

Bedrängnis

Um das Jahr 1800 gerieten viele Christen im Bereich des Pietismus, einer geistlichen Er- weckungsbewegung, durch die in die Kirche eingebrochene Aufklärung und durch deren Folgen in schwere Gewissensnöte.

Der absolutistische Herzog Friedrich II. von Württemberg, 1806 durch Napoleon zum König erhoben, setzte die neue Richtung in der Kirche mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln durch: Gesangbuch und kirchliche Ordnungen für Taufe und Abendmahl wurden den Gedanken der Aufklärung entsprechend abgeändert. Landesbürger evangelischer Konfession wurden zum Teil mit Geld- und Körperstrafen gezwungen, die neuen Ordnungen anzunehmen; Beamte und Pfarrer, die nicht scharf genug vorgingen, erfuhren 'allerhöchste Missbilligung' oder wurden abgesetzt.

 

Auswanderung

Nicht wenige pietistisch gesinnte Bürger Württembergs sahen sich gezwungen, das Wagnis der Auswanderung auf sich zu nehmen. Ziel der Auswanderer war vor allem Südrussland, wo sie hofften, ihrer Glaubensüberzeugung gemäß frei leben zu können. Da die Zahl der Auswanderungswilligen immer mehr zunahm – im Jahr 1817 waren es über 17.000, die auswanderten – begann man auch von Regierungsseite, über die Folgen eines solchen Verlustes an wertvollen Bürgern nachzudenken. Diese Situation legte es einem führenden Mann unter den Pietisten, dem Leonberger Notar und Bürgermeister Gottlieb Wilhelm Hoffmann nahe, dem König und seiner Regierung einen Vorschlag zur Eindämmung dieser Auswanderungswelle zu machen

 

Markung Korntal

Nach vielen Eingaben und Verhandlungen wurde nach dem Tod von König Friedrich II. durch König Wilhelm I. von Württemberg dem Vorschlag von Hoffmann insoweit entsprochen, als 1819 eine Fundationsurkunde für die Bildung einer Brüdergemeinde auf der Markung Korntal vom König unterzeichnet wurde.

Inhalt dieser Urkunde war die Erlaubnis, dass sich in der neuen Gemeinde Familien aus Württemberg niederlassen können, die in ihrer Religionsausübung frei sein sollten. Das Augsburger Bekenntnis – ohne die 'Verwerfungen' – war die Grundlage ihrer religiösen Überzeugung. Im Laufe des Jahres 1819 zogen dann 68 Familien nach Korntal.

 

Gründung

Gottlieb Wilhelm Hoffmann gab seine Ämter in Leonberg auf und wurde Vorsteher der jungen Korntaler Gemeinde. Das Grundanliegen der Gemeindegründer Korntals war der Aufbau einer Gemeinde nach dem Vorbild der neutestamentlichen Gemeinden, wie sie sich z.B. in der Apostelgeschichte darstellen.

Die Grundordnung der Brüdergemeinde drückt ihre geistlichen Ziele so aus:

„Es ist das Bestreben der Brüdergemeinde, eine brüderliche und tätige Gemeinschaft zu sein, die der Urgemeinde möglichst ähnlich ist, zu einer persönlichen Entscheidung für Christus ruft, das Priestertum aller Gläubigen verwirklicht, die anvertrauten Werke der Liebe verwaltet und fördert und für den wiederkommenden Herrn bereit ist. Sie weiß sich mit allen im Glauben verbunden, die sich zu Jesus Christus als ihrem Herrn bekennen.“

 

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