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Abendkolleg 'Gott und die Welt'


Die Idee: In drei Jahren durch alle Bücher der Bibel

und zentrale Themen der Gegenwart

in sechs Semestern mit je vier bis acht Abenden.

Jeder Abend betrachtet ein Buch der Bibel,

dazu ein aktuelles Thema, zu dem dieses Buch Impulse liefert.


1. Semester, Herbst 2015: Die Tora

2. Semester, Frühjahr 2016: Evangelien

3. Semester, Herbst 2016: Die vorderen Propheten

4. Semester, Frühjahr 2017: Apostelgeschichte und Paulusbriefe

5. Semester, Herbst 2017: Prophetenbücher des AT

6. Semester, Frühjahr 2018: kath. Schriften, Offenbarung




5. Semester (Traugott Hopp)

Prophetenbücher des Alten Testaments


2. November Das Buch Jesaja

„Hoffnung hat eine Zukunft“

Impuls-Thema: Warum wir dennoch hoffen.

Über den Wert christlicher Hoffnung für eine nachchristliche Gesellschaft


9. November Das Buch Jeremia

„Die Leiden des jungen J.“

Impuls-Thema: Wenn ‚gelingendes Leben‘ nicht gelingt?

Wider die Tyrannei des ‚gelingenden Lebens‘


16. November Das Buch Hesekiel

„Die große Vision von einer neuen Welt“

Impuls-Thema: „Es muss regiert werden!“

Gibt es (christliche) Kennzeichen guter Führung?


23. November Das Buch der Zwölf

„Die Mannschaft ist der Star“

Vom Zusammenspiel der 12 kleinen Propheten

Impuls-Thema: Vom Mut zum Ausstieg aus dem ‚Weiter so‘.

Die Dynamik des Neuanfangs.



Rückblick:



4. Semester (Pfarrer Jochen Hägele)

Bücher für die Gemeinde Jesu

Die Apostelgeschichte und die paulinischen Gemeindebriefe


Philipper- und Kolosserbrief

Gottes Fülle in Christus sehen


Galater- und Epheserbrief

Zur Freiheit be(f)reit


Die beiden Korintherbriefe

das Leben der Gemeinde, das Leben ihres Dieners


Der Römerbrief

die Gerechtigkeit, die Gott gefällt


Die Apostelgeschichte

das Evangelium kennt keine Grenzen


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3. Semester (Traugott Hopp)

Die "Geschichtsbücher" des AT, jüdisch "Die vorderen Propheten"


Das Buch der KÖNIGE - Viele Geschichten - (k)eine Botschaft?!


Das Buch SAMUEL - Ein Mensch nach dem Herzen Gottes


Das Buch der RICHTER - Verantwortung übernehmen


Das Buch JOSUA - Wenn alles sich ändert


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2. Semester (Pfarrer Jochen Hägele)

Die 4 Evangelien

Leben, Leiden und Werk Jesu aus vier Perspektiven


Vier Berichte - eine Geschichte

Jedes Evangelium eine Bereicherung -

- wie viel Harmonie und wie viele Gegensätze zeigen die Jesus-Berichte?

Impuls-Thema: Wie zuverlässig ist die Überlieferung der Bibel?


Das Johannesevangelium

Zeichen, Glauben, Leben -

- worauf alles ankommt

Impuls-Thema: Wer bin ich? Selbstbild und Christusbild.


Das Lukasevangelium

Außenseiter in der Mitte -

- wie der Heiland die Heillosen gewinnt

Impuls-Thema: Gott wird Geschichtsschreiber.


Das Markusevangelium

Wahrer Gott und wahrer Mensch -

- das Geheimnis um Jesus wird gelüftet

Impuls-Thema: Die Gleichnisse - Gottes Bilderbuch


Das Matthäusevangelium

Große Worte, große Wirkungen -

- die Bergpredigt lässt das Reich der Himmel wachsen

Impuls-Thema: mission (im)possible? Gottes Reich in Gottloser Welt


Leidensgeschichte

Die vier Passionsdarstellungen auf einen Blick

Impuls-Thema: Versprechungen werden wahr -

- die Klammer um Altes und Neues Testament


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1. Semester (Traugott Hopp)

Die Grundlagen: 1. bis 5. Buch Mose


5. Mose - Deuteronomium

„Und wie geht’s weiter? - Verstehen und Verändern“

Impuls-Thema: Sozialordnung und Zukunftshoffnung


4. Mose - Numeri: „Ordnung muss sein – wirklich?!

Vom Sinn einer Grundordnung“

Impuls-Thema: Organisationsentwicklung und Betriebsklima


3. Mose - Leviticus: „Jeder bringt Opfer!

Von Heiligen Orten, Zeiten und Handlungen“

Impuls-Thema: Die Bedeutung von (religiösen) Ritualen


2. Mose - Exodus: „Mehr als ein Spektakel

Der Exodus und sein Ziel“

Impuls-Thema: Notwendigkeit von Ethik


1. Mose 12-50 - Genesis: „Viel mehr als Familiengeschichten

Von Abraham bis in die Zukunft“

Impuls-Thema: Systemische Familiengeschichte


1. Mose 4-11 - Genesis: „Typisch Menschheit

Grundlagen der Menschheit“

Impuls-Thema: Religion – Schuf sich der Mensch Gott zum Bilde?


1. Mose 3 - Genesis: „Selbst ist der Mensch

Fatale Entscheidungen und famose Versprechungen“

Impuls-Thema: Die Idee vom guten Menschen


1. Mose 1-2 - Genesis: „Schöpfung

Eine außergewöhnliche Perspektive auf den Beginn der Welt“

Impuls-Thema: Menschenwürde


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Bibelkunde-Seminar 2015


Allein die Schrift; aber doch das Bild?

Zum Glaubenszeugnis durch künstlerische Gestaltung von Bibeln

Dr. Christian Herrmann, Bibliotheksdirektor


Mehr als kluge Sprüche

Aufbau und Absicht des Sprüchebuchs

Traugott Hopp


Mehr als Eitelkeit

den tiefen Gedanken des Predigers auf der Spur

Pfarrer Jochen Hägele


Mehr als viele Lieder

die Theologie der Psalmen

Traugott Hopp


 

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Rückblick auf die Seminare von Pfarrer i.R. Wolfgang Schumann


2013

 

„Wenn ich Gott nicht mehr verstehe“

über Fragen nach Gottes Gerechtigkeit und Liebe

 

Was ist und was meint Gottes Allmacht?

In der Bibel benennt sich Gott der „Allmächtige“. Worin besteht aber diese Allmacht, wenn das notvolle Geschehen auf dieser Welt durch ihn nicht verhindert oder behoben wird? Offenbart die Hingabe und Ohnmacht Jesu am Kreuz eine andere Sichtweise der Allmacht Gottes?

 

Wie können wir uns Gott vorstellen?

Aus der Bibel kennen wir den allmächtigen und barmherzigen Gott und Vater. Dieses Gottesbild prägt unsere Vorstellungen, wie Gott sein sollte. Wenn aber unser Bild von Gott nicht mit den Erfahrungen des Lebens zusammen passt, müssen wir dann unser „Gottesbild“ korrigieren?

 

Warum lässt Gott Leid und Unrecht zu?

Zu allen Zeiten ringen Menschen damit, wie der gerechte und liebende Gott die schreiende Ungerechtigkeit auf dieser Erde zulassen kann. Ist Gott ohnmächtig gegenüber dem, was geschieht? Oder ist seine Gerechtigkeit von anderer Art?

 

Warum beseitigt Gott das Böse nicht?

Wenn Gott über allem ist, warum gibt es dann einen Widersacher? Wäre die Erde nicht viel erträglicher, wenn das Böse und der Böse nicht so viel Raum hätten. Welche Antworten gibt uns die Botschaft von Jesus Christus dazu?

 

Der leidende Mensch vor Gott

Gehören Heil und Heilung im Handeln und Wirken Gottes zusammen? Entstehen nicht gerade dann die Fragen nach der Liebe Gottes, wenn Leid das Leben bedroht oder erfasst hat? Ist das Erleben der Gottverlassenheit eine Infragestellung unserer Erwartungen an Gott? Worin besteht Gottes Hilfe?

 

Worin erweist Gott seine Liebe?

Wie kein anderer Begriff ist das Wort Liebe vieldeutig. Oft müssen wir fragen: Kann das ein liebender Gott sein, wenn im weltweiten und persönlichen Bereich so viel Unerträgliches geschieht. Gibt es in der Bibel eindeutige Definitionen über die Liebe Gottes?

 

Wie gibt der Glaube im Leid Halt?

Es ist unübersehbar, dass Glaubende, wie andere Menschen, in Not, Unglück und schwere Lasten hineingestellt sind. Was nützt aber dann der Glaube, wenn der Fromme dem Unheil genauso ausgesetzt ist, wie jeder andere? Worin besteht die Kraft, die durch Belastungen trägt?

 

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Rückblick auf das Bibelkunde-Seminar 2012 über das Vaterunser

 

Seit fast zweitausend Jahren beten Christen das Vaterunser. Es ist der bekannteste Text des Neuen Testaments. In kurzen, schlichten und unerschöpflichen Sätzen sind wir hinein genommen in die gegenwärtige und zukünftige Welt Gottes. Weil es immer wieder neu entdeckt, erarbeitet und angeeignet werden muss, empfiehlt Martin Luther den Christen das Nachbeten der einzelnen Bitten, damit „es lebt“ und wir mit ihm leben. Dazu möchten die Auslegungen des Vaterunsers helfen.

 

Vater unser im Himmel

Die Welt und Himmel umfassende Anrede nimmt unsere Sehnsucht nach einem Du auf. Sie verbindet uns zu einer tiefen Gemeinschaft mit Gott.

 

Geheiligt werde dein Name

Gott gibt uns mit seinem Namen den Hauptschlüssel zu seinem Herzen. Ihn zu heiligen heißt, ihn ehrfürchtig und unaufhörlich anzurufen.

 

Dein Reich komme

Die Lebensordnung des Vaters, in der sein Liebeswille geschieht, ist mitten unter uns. Wir erwarten ein Reich, in dem seine Herrschaft alles bestimmt.

 

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden

In allem noch so furchtbaren und unbegreiflichen Geschehen wird der Wille Gottes zum Ziel und zur Vollendung kommen.

 

Unser tägliches Brot gib uns heute

Unser irdisches Leben wird durch diese Bitte in seine Hände gegeben. Dadurch dürfen wir frei werden von der Sorge um den kommenden Tag.

 

Und vergib uns unsere Schuld

Die zerstörende und distanzierende Macht der Schuld nimmt Jesus uns immer wieder ab. Nur wenn wir so beten, bleiben wir im Verhältnis zu Gott.

 

Wie auch wir vergeben unsern Schuldigern

Geglaubte und erfahrene Vergebung Gottes ermächtigt und befreit zum unbegrenzten Vergeben. Dieses zu verweigern stellt Gottes Güte in Frage.

 

Und führe uns nicht in Versuchung

Der Vater weiß, wo wir anfällig sind, die Gemeinschaft zu gefährden. Darum brauchen wir sein väterliches Führen durch die Gefahren des Lebens.

 

Erlöse uns von dem Bösen

Angesichts der Machenschaften des Bösen brauchen wir für unsere Gegenwart und unsere Zukunft die erlösende Macht Jesu Christi.

 

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Trotz Widerspruch und Gottvergessenheit lobpreisen wir die Macht und Herrlichkeit Gottes als lebendige Hoffnung auf eine gewisse Zukunft.

 

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Rückblick auf das Bibelkunde-Seminar 2011 über die Offenbarung des Johannes

 

Wie kein anderes Buch des Neuen Testaments gibt die Offenbarung Erkenntnis über die Wiederkunft Jesu und die Ereignisse, die seinem Kommen vorangehen.

 

Sie hat bei allen schrecklich geschilderten Geschehnissen „offenkundig den Zweck, die Gemeinde für die Zeit der Anfechtung zuzurüsten, ja sie zu trösten und ihres Weges und Zieles gewiss zu machen“. (Fritz Grünzweig)

Die Offenbarung ist im wahren Wortsinn ein "Buch mit sieben Siegeln". Wie kein anderes Buch im Neuen Testament beschreibt die Offenbarung in Bildern, Zahlen, bildhaften Geschehnissen und Worten die Gegenwart und Zukunft des Weltgeschehens.

Der Württembergische Theologe Bengel schreibt: "Für einen Christen ist die Heilige Schrift das Lagebuch der Gemeinde Gottes von Anbeginn der Welt bis ans Ende. Darum müssen wir Klarheit darüber haben, wie wir damit umgehen sollen".

"Die Gemeinde Jesu hat allen Grund, wachend und wartend die Zeichen der Zeit zu verstehen und über dem furchtbaren Dunkel, das über den Völkern liegt und den großen Auseinandersetzungen der Weltmächte ihr Haupt freudig zu erheben, weil der Tag der Erlösung sich naht". (Karl Hartenstein)

In zehn Einheiten wurde versucht, den oft verschlüsselten Aussagen der Offenbarung nachzugehen und in aller Begrenzung unserer augenblicklichen Sicht über die sich anbahnende Endzeit zeigen zu lassen, "was der Geist den Gemeinden sagt".

 

Einführung in die Offenbarung (Kap 1)

Der auf die Insel Patmos verbannte Johannes wird berufen, die Wiederkunft Jesu zu verkünden. Er muss bezeugen, was der Gemeinde widerfahren wird, und wie sie ans Ziel kommt.

 

Die sieben Sendschreiben (Kap 2-3)

Die Sendschreiben sind Seelsorge Gottes an seinen Gemeinden. Sie enthalten Lob und Tadel. Sie schließen alle mit dem Ruf zum Ausharren und Durchhalten in den bedrohenden Anfechtungen.

 

Vor dem Thron Gottes (Kap 4-5)

Die Thronvision offenbart, dass alles, was der Seher zu verkünden hat, von Gott ausgeht. Ihm gebührt Ehre, Anbetung und Lobpreis. Allein das Lamm ist würdig den Plan der Weltvollendung zu vollziehen.

 

Die sieben Siegel (Kap 6-7)

Die sieben Siegel deuten den umfassenden Plan Gottes mit der Weltgeschichte an. Apokalyptische Reiter stellen die Plagen dar, die über die Erde gehen werden. Inmitten der Katastrophen schenkt Gott bleibendes Heil.

 

Die sieben Posaunen (Kap 8-11)

Eine große Stille leitet das Ertönen der Posaunen zum jüngsten Gericht ein. Dämonische Mächte durchdringen die Völkerwelt. Die Treue Jesu zur Gemeinde trägt durch.

 

Gemeinde Jesu und der Fürst dieser Welt (Kap 12-14)

Der Antichrist bringt Gotteslästerung und Todesbedrohung über die Gemeinde Jesu. Im Blick auf ihren wiederkommenden Herrn überwindet sie die Drangsale.

 

Das Lied der Überwinder (Kap 15-16)

Die gottlose Weltkultur hat die Gemeinde mundtot gemacht. Gott selbst spricht nun durch Gerichte; aber die Menschen lästern, statt Buße zu tun. Die Gemeinde singt das Loblied der Erretteten.

 

Die große Hure Babylon (Kap 17-19)

Der Zusammenbruch der antichristlichen Machtstrukturen mündet in den Triumph Gottes. Jesus Christus ist der Sieger über die dämonischen Mächte. Er ist der König aller Könige.

 

Das tausendjährige Reich (Kap 20)

Dieses Friedensreich bringt eine neue Weltgestaltung durch Christus und seine Gemeinde. Eine letzte Verführung durch Satan klärt die wahre Zugehörigkeit. Das Endgericht beschließt die Weltgeschichte.

 

Der neue Himmel und die neue Erde (Kap 21-22)

In der neuen Schöpfung ist die Gemeinschaft mit Gott die alles erfüllende Mitte und das vollendende Ziel.

 

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Rückblick auf das Bibelkunde-Seminar 2010

 

Im Bibelkunde-Seminar ging es um inhaltliche Kernaussagen, zeitgeschichtliche Zusammenhänge, theologische Schwerpunkte, und vor allem darum, was die Berichte für unser Leben bedeuten. In zehn Seminareinheiten wurden die Evangelien und die Apostelgeschichte näher betrachtet.

 

Wie entstand das Neue Testament?

Wie entstand die großartige Komposition der vier Evangelien mit der zentralen Botschaft von Jesus? In welche weltgeschichtlich einmalige Situation hinein kam Jesus? Wie war es möglich, dass sich das Evangelium ausbreitete? Wie wurde aus einzelnen Schriften das Neue Testament?

 

Matthäus-Evangelium

Kap 1–9: Der König und Messias wirbt um sein Volk. Jesus verkündet Lebensregeln für eine gewisse Zukunft. Die Herrschaft Gottes hat begonnen. Menschen werden heil durch sein vollmächtiges Wort.

Kap 10–28: Die Einladung Jesu stößt auf Ablehnung. Trotz Widerstände wird Gemeinde gebaut. Zeichen deuten auf das Ende der Weltgeschichte. Jesu Weg ins Leiden ist unser Weg zum Leben.

 

Markus-Evangelium

Kap 1–8: Das Reich Gottes ist mitten unter uns. Jesu Vollmacht gewinnt die Menschenherzen, besiegt Dämonen, heilt Gebrechen. Die Worte Jesu fordern Reaktionen heraus – damals und heute.

Kap 9–16: Berufung der Nachfolger zu einem neuen Lebenskonzept. Die große Einladung der Geringen. Die letzte Woche Jesu vor seinem Tod. Trotz Glaubenskrisen sendet Jesus seine Boten in die Welt.

 

Lukas-Evangelium

Kap 1–9: Der Anfang in Armut und für die Armen, hinein gestellt in die Weltgeschichte. Jesus, der Heiland der Welt, der Retter der Verlorenen. Wichtige Lehrstücke für seine Jünger – und auch für uns.

Kap 10–24: Jesus führt Menschen zur Freude Gottes. Sein Weg von Galiläa nach Jerusalem ist bestimmt von der Liebe zu den Verlorenen und der Annahme der Geringen. Er überwindet den geistlichen Tod.

 

Johannes-Evangelium

Kap 1–12: Es ist das Evangelium der Liebe, geschrieben “damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist“. Es geht um Begegnungen, die verändern, um Beziehungen zwischen Jesus, dem Vater und uns.

Kap 13–21: Die „Ich-bin-Worte“ markieren Jesu Vollmacht. In den Abschiedsreden sagt er seinen Geist zu, der ihn nach seinem Weggang vertritt. Allein die Lebensverbindung mit Jesus hat Zukunft.

 

Apostelgeschichte

Der Weg des Evangeliums von Jerusalem nach Rom. Der Anfang der Gemeinde und die ersten Widerstände. Paulus, der berufene Wegbereiter des Evangeliums, auch zu den Heiden. Die Konfrontationen mit jüdischen und römischen Obrigkeiten führten ihn als Gefangenen nach Rom.

 

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Rückblick zum Seminar Herr, stärke uns den Glauben (Lk 17,5)

 

"Ich glaube an Gott..." so beginnt das christliche Glaubensbekenntnis.

- Was ist damit gemeint?

- Welche Konsequenzen hat der Glaube im Leben?

- Was besagt dieses vieldeutige Wort wirklich?

 

Was ist christlicher Glaube?

Durch den Glauben Kraft schöpfen für den Alltag

Im Glauben Zweifel und Anfechtung überwinden

Glaube, der dem Leben Sinn gibt

Wie kann ich glaubwürdig leben?

In der Glaubensgewissheit leben und sterben

Wie werde ich durch Glauben im Gericht bestehen?

 

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I. Was ist christlicher Glaube?

 

"Die Glaubenswirklichkeit kann man nur erproben, indem man sich auf sie einlässt."

(Carl Friedrich von Weizsäcker)

 

Glaube - ein vieldeutiger Begriff

Die Begriffe 'Glaube', 'glauben' gehören zu den vieldeutigen Worten unserer Sprache. Zum Beispiel:

• eine Vermutung auszusprechen, etwas für möglich halten (ich glaube, ihn gesehen zu haben)

• etwas annehmen, dass es geschieht (glaubst du, dass er kommt?)

• etwas für wahr halten (ich glaube an die Auferstehung Jesu)

• sich zu einer Religion bekennen (christlicher, jüdischer, islamischer Glaube)

• einer Sache, Lehre vertrauen (ich glaube, weil ich sie für wahr und richtig halte)

• sich einer Person ganz ausliefern (ich glaube an ihn)

• auf Beweise ausgerichtete Gewissheit (das kann ich nicht glauben)

• fälschlicher Weise etwas für richtig halten (im guten Glauben sein)

 

Der Satz: Ich glaube an Gott..., kann heißen: Ich glaube... - an den Herrgott, den lieben Gott, - an ein höheres Wesen, - an Allah, - weil ich zu einer christlichen Konfession gehöre, - weil ich religiöse Verhaltensformen praktiziere, - weil ich getauft bin, - weil ich die christlichen Lehrsätze und Wunder anerkenne, - weil mir die christlichen Grundwerte wichtig sind, - weil ich ein persönliches Verhältnis zu Gott und Jesus habe.

So könnten wir noch viele Meinungen aufzählen. Wenn das, was 'Glaube' wirklich ist, falsch gedeutet, missverstanden, verwässert, den Gegebenheiten angepasst wird, ist das 'lebensbedrohend'. Denn wenn das Fundament des Glaubens nicht vorhanden ist, kann darauf kein 'geistliches Haus' gebaut werden.

Was christlicher Glaube wirklich ist, können wir nur der Bibel entnehmen.

Im Neuen Testament kommt der Begriff in verschiedener Form über 300 mal vor. In ihm bündeln sich die Aussagen über die Beziehung des Menschen zu Gott. Das Wort 'glauben' ist die Übersetzung des griechischen 'pisteuein' mit der Grundbedeutung 'vertrauen'. Ursprünglich gemeint war also nicht 'ich weiß nicht', sondern 'ich verlasse mich auf...', 'ich binde meine Existenz an...'. Glaube ist die Entscheidung, nicht durch eigenes Bemühen das Heil zu suchen, sondern sein Vertrauen ganz auf Christus zu setzen, der allein die Rettung schafft (Jo 3,16; Apg 16,30f).

„Glaube ist ein göttlich Werk“ (Luther).

Das Fundament des christlichen Glaubens ist Jesus Christus.

Um auf diesem Fundament zu bauen, ist es unverzichtbar, die Botschaft von Jesus zu kennen (Rö 10,17). Auf das Erkennen des Heils in Jesus soll ein Anerkennen, ein Anvertrauen folgen.

Dieses Annehmen Jesu in das ganze Leben wird auch 'Buße' 'Umkehr', 'Bekehrung', 'Wiedergeburt', 'zum Glauben kommen' genannt. Daraus folgt ein persönliches Vertrauen und ein persönliches Verhältnis. Jesus annehmen schließt das Anerkennen seiner Gottessohnschaft, seines erlösenden und rettenden Opfers, seines Königtums, seiner Gegenwart und seiner Wiederkunft ein (Apg 2,21; 4,12).

 

Glauben ist kein „Für-Wahr-Halten“. Wenn wir sagen, ich glaube dir, dann heißt das nach dem griechischen Wort so viel wie: „Ich traue dir, ich kann auf dich bauen, ich vertraue mich dir an". Wir sind nicht aufgefordert, an das Heil zu glauben, wie an die Wirkung eines Medikaments, sondern unser Leben auf das Heil zu gründen. Es geht auch nicht darum, die ganze Heilslehre für wahr zu halten oder alle Wunder erklären zu können, um erst dann, wenn wir alles wissen, uns auf den Glauben einzulassen. Es wird die Tatsache des Heils angeboten. Die Antwort ist 'annehmendes sich ausliefern'. Glaube heißt, vor Gott, vor der Welt und mir selbst einen Standort einzunehmen, der eindeutig bekundet: Ich bekenne mich zu Jesus, ich gehöre Gott, dem Vater, und lebe als sein Kind (Rö 3,24; Eph 2,8f).

 

Dieser 'Standort' eröffnet eine total andere Ausrichtung des Lebens auf ein Ziel hin, das sich der Mensch nicht selbst gesetzt hat; er führt auf einen Weg, den man nicht gewählt hat, stellt in einen Dienst den man nicht gesucht hat, in eine Gemeinschaft, die man sich nie auserwählt hätte.

Deshalb ist ein persönlicher Willensentschluss, ein 'Auf- oder Annehmen' Jesu, zur Anteilhabe an der Gemeinschaft mit Gott erforderlich.

„Jesus spricht zu Thomas: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, so werdet ihr auch meinen Vater erkennen.“ (Jo 14,6f).

„Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben“ (Jo 1,12).

„Wie ihr nun den Herrn Christus Jesus angenommen habt, so lebt auch in ihm“ (Kol 2,6).

 

Lebensbereiche des Glaubens

 

a) Glaube entsteht

im Wagnis, sich ganz auf Gott einzulassen. Dies ist nach dem NT möglich, weil Jesus die unsichtbare Trennwand der Sünde weggetan hat. Glauben ist ein Abwenden von einem Leben ohne Gott. Die Bibel nennt das 'Buße'. Das ist eine Lebenswende, in der eindeutig Stellung bezogen wird zu einer Lebensgemeinschaft mit Gott. Diese Gemeinschaft kann in einem kurzen Akt oder in einem stetigen 'Hineinwachsen' entstehen. Daraus folgt eine andere Lebenseinstellung, ein neuer Lebensinhalt, ein gewisses Lebensziel. Glaube ist Lebensgemeinschaft mit Jesus und dem Vater.

 

b) Glaube lebt

durch die Beziehung zu Jesus und dem Vater. Diese Beziehung wird gestaltet vom Vertrauen auf das Wort der Bibel und durch das Gebet. Diese 'Lebensgemeinschaft' nennt die Bibel Nachfolge. Das ist keine Nachahmung Jesu, sondern eine ständige innere Gemeinschaft. Nachfolge ist Leben aus der Gnade, die zum Vergeben und Versöhnen und zum Dienst der Liebe befähigt. Lebendiger Glaube nimmt die vom Heiligen Geist gegebenen Gaben an und lebt sie. Glaube lebt in der Zuversicht, dass Gott zu seinem Ziel kommt. Er ist Zuflucht in Bedrängnissen, schafft Geborgenheit in Angst und Sorge. Er schenkt die gewisse Hoffnung auf das ewige Leben. Lebendiger Glaube wirkt Freude und Dank über Gott und Jesus, Dienst für das Reich Gottes den Glaubensgeschwistern, der Schöpfung und dem großen Vorrecht: Gottes Kind zu sein.

„Glaube ist eine von der göttlichen Realität ausgehende Wirkung, die in das persönliche Leben eingeht und dasselbe in Bewegung versetzt.“ (Prof. Adolf Schlatter)

 

c) Glaube ist bedroht

durch Anfechtungen, äußere Widerstände, Spott, Verleumdung, Versuchung, Glaubenszweifel, Sorge, falsche Lehre oder unbegreifliches Leid. Dazu kommen geistliche Dürrezeiten, Halbheit, Müdigkeit, Heuchelei, Gebundensein an Sünde oder unbereinigte Verhältnisse zwischen Gott und den Menschen. Oft sind die Gefühle mächtig, besonders in depressiven Verstimmungen, so dass dadurch der Glaube nicht mehr tragfähig scheint. Aber auch Überheblichkeit, Richtgeist oder erstarrte Frömmigkeit sind Bereiche, die den Glauben bedrohen. Das NT ermahnt: „Wir wünschen aber, dass jeder von euch denselben Eifer beweise, die Hoffnung festzuhalten bis ans Ende, damit ihr nicht träge werdet, sondern Nachfolger derer, die durch Glauben und Geduld die Verheißungen ererben“ (Heb 6,11f).

 

d) Glauben wird bewahrt

in bedrohenden Situationen, durch Jesus, der für uns eintritt: „Ich aber habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre“ (Lk 22,32). Paulus schreibt: „...und ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu“ (Phil 1,6).

Glaube wird bewahrt durch das Bleiben an den Lebensquellen: Gottes Wort, Gebet und Gemeinschaft. Glaube wird auch durch Dienst für Jesus vor dem Verkümmern bewahrt, weil wir im Dienen erleben, wie angewiesen wir sind, wie er uns durch seinen Geist beisteht. Ganz wichtig ist, dass wir uns gegenüber Satan unter dem bewahrenden Schutz Jesu wissen: „Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen“ (Eph 6,16).

Bewahrt wird der Glaube auch durch Gesprächs-, Gebets- oder Seelsorgepartner: „...wenn ein Mensch etwa von einer Verfehlung ereilt wird, so helft ihm wieder zurecht mit sanftmütigem Geist“ (Gal 6,1).

In allem gilt: „Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens“, „... damit ihr nicht matt werdet und den Mut nicht sinken lasst“ (Heb 12,1-3).

 

Christlicher Glaube

• schließt Vernunft und Willen nicht aus

• gründet sich auf das in Jesus angebotene Heil

• ist Inhalt, Ziel und Weg

• ist keine Fertigkeit, sondern Geschenk, Gabe

• ist nicht das Anerkennen von Lehrsätzen

• sagt nicht eine Meinung über Gott aus

• ist nicht nur ein Gefühl, ist keine Privatsache

• Glauben ist einwilligen in die Gemeinschaft mit Jesus und dem Vater (Jo 1,12)

• Glaube ist nach Hause kommen in die offenen Vaterarme Gottes (Lk 15,20)

• Glaube nimmt die Einladung: „Kommet her zu mir...“ an (Mt 11,28f)

• Glaube ist das Vorrecht, mit Gott auf Du und Du zu leben (Rö 8,16)

• Glaube ist sein in der Liebe Gottes, die das Leben prägt, leitet, trägt und birgt (Rö 8,38f).

 

Biblischer Glaube ist mehr als nur ein gedanklicher Vorgang, in dem ein Mensch die Unsichtbarkeit Gottes anerkennt. Unser Glaube ist Ausdruck einer totalen Lebensgemeinschaft mit Gott, die alle Bezirke unseres Lebens umgreift.

(Fritz Laubach, Wuppertaler Studienbibel)