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Tobias & Samira Messner am Horn von Afrika

Tobi Messner mit denen, denen seine Hilfe gilt: Menschen in Äthiopien.

Tobi Messner mit denen, denen seine Hilfe gilt: Menschen in Äthiopien.

 

Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts hat der in Korntal bestattete Missionar Martin Flad (1831-1915) die sogenannte „Handwerkermission“ in Äthiopien initiiert. Die Zeiten haben sich geändert, doch die grundlegende Idee blieb die gleiche: Materiell armen Menschen eine berufliche Perspektive zu ermöglichen und dadurch zu einem praktischen Lebenszeugnis zu befähigen.
Tobias Messner hat sich zum Ziel gesetzt, durch Kleingewerbegründungen von Armut und Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen in Äthiopien nachhaltig zu helfen. Erklärtes Ziel der Initiative ist es, Äthiopier zu schulen und zu fördern, so dass sie mit einer gezielten "start-up"-Finanzierung ein Kleingewerbe gründen können, um z.B. eine Schneiderei, ein Friseursalon, ein Lebensmittelgeschäft oder eine Viehzucht aufzubauen. Das sichert diesen Menschen den Lebensunterhalt und macht sie langfristig von fremder Hilfe unabhängig. Ganz nach dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe". 

Alle Projekte werden in enger Partnerschaft mit einheimischen Organisationen durchgeführt.



 

Seit 2011 ist unser „Ä.tobi.er“ mit der Äthiopierin Samira verheiratet.
Samira setzt sich in vielfältiger Weise gegen die leider immer noch praktizierte Tradition der weiblichen Genitalverstümmelung ein.



 Außerdem haben die beiden ein Sozialunternehmen gegründet. In dem Restaurantbetrieb „Temsalet Kitchen“ –was auf Deutsch beispielhafte Küche bedeutet- sind derzeit 20 alleinerziehende Frauen, weibliche Schulabgänger und Mädchen aus schwierigen Hintergrund angestellt, die auf dem regulären Arbeitsmarkt keine Chance hätten bzw. gezwungen wären, in zwielichtigen und gefährlichen Jobs ihren Unterhalt zu bestreiten. Erklärtes Ziel ist, die Mädchen und Frauen ganzheitlich –wirtschaftlich, sozial, mental und geistlich- zu begleiten, um dadurch ein Leben in Selbstannahme, Würde und Hoffnung zu ermöglichen. Unser Anliegen ist es den Frauen Perspektiven in ihrem Heimatland zu eröffnen. Dadurch leistet Temsalet einen kleinen aber doch wichtigen Beitrag gegen die nicht enden-wollenden Flüchtlingsbewegungen.

 

 

 

 



Seit Anfang 2017 sind Tobi und Samira in Deutschland wohnhaft. Die Arbeit vor Ort geht aber weiter. So werden die Projekte und einheimischen Mitarbeiter auch von hier aus weiter begleitet und darüber hinaus regelmäßige Einsätze in Äthiopien durchgeführt.

 

 

Die „Ä.tobi.en News“ erscheinen 4x im Jahr und informieren über den aktuellen Verlauf der Projekte und Initiativen. Sie können per Email bezogen oder am Ausgang des Großen Saals mitgenommen werden.

 

 

 



Äthiopien – Ein kontrastreiches Land

Äthiopien ist ein Binnenstaat im Nord-Osten Afrikas mit ungefähr 100 Millionen Einwohnern und zahlreichen Ethnien und Sprachen. Das Land hat eine dreitausend Jahre alte Geschichte, Tradition und Kultur. Bereits in der Bibel und im Koran wird Äthiopien mehrmals genannt.
Äthiopien befindet sich derzeit im Umbruch. Nachdem das kommunistische Regime 1991 fiel, stehen heute jährliche Wirtschafts-Wachstumsraten von bis zu 10% dem immer noch ernüchternde Blick auf den
Human Development Index (Platz 173 von insgesamt 187 Ländern, Stand: 2014) gegenüber. Es ist ein Land der Kontraste: Wer Äthiopien besucht kann sich über wunderschöne Landschaften, gastfreundliche, gottesfürchtige Menschen, fröhliche Kinderaugen und exotisch-leckeres Essen freuen. Auf der anderen Seite existieren materielle Armut, soziale Not und große ökologische sowie politische Herausforderungen.
Die geographische Lage und die relative Stabilität des Landes am politisch brisanten Horn von Afrika macht Äthiopien zu einem beliebten Partner des Westens in Sicherheits- und Entwicklungsfragen. Aber auch Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei haben großes wirtschaftliches Interesse an Äthiopien. Neben der Verbesserung der Lebensbedingungen müssen in dem bevölkerungsreichen Land grundlegende Fragen im Bildungs-, Gesundheits- und Verkehrssektor unter schwierigen Rahmenbedingungen gelöst werden. Es ist daher kein leichter Weg, den dieses Land gehen muss.



Hauptstadt: Addis Abeba

Lebenserwartung: ca. 51 Jahre (zum Vergleich, D: 81 Jahre)

Alphabetisierung: über 50 % (zum Vergleich, D: 99%)

Regierungschef: Premierminister Haile Mariam Desalegn

Fläche: 1.127.127 km² (zum Vergleich, D: 357,021 km2)

Bevölkerung: ca. 100 Mio.

BIP/ Einwohner: 600 Euro (Deutschland: 34.000 Euro)

 

 

Äthiopisch-Orthodoxe Kirche: 41%
Islam: 36%
Evangelische, charismatische und pfingstkirchliche Christen: 20%
Katholiken: 1%
Animismus: 2%

 

 

Äthiopien ist bekannt für ein Jahrhunderte langes friedliches miteinander von Christen und Muslimen. Leider haben sich in den letzten Jahren die Beziehungen verschlechtert. Christen in mehrheitlich islamischen Regionen stoßen auf Widerstand von Ortsbehörden und radikalen Muslimen. Muslime ihrerseits werden teilweise unter den Generalverdacht des Terrorismus gestellt.

 

 



Unser Ä-tobi-er

 

Lebenslauf:

  • * 18. Juli 1981, Stuttgart
  • Abitur 2001
  • Zivildienst im Lebenszentrum Adelshofen
  • 2002 Berufsakademie Stuttgart mit Robert Bosch Stiftung (Studium der Betriebswirtschaftslehre für Nonprofit-Organisationen)
  • Von 2005-2010 mit der Deutschen Missionsgemeinschaft (DMG)  als Projektkoordinator in Äthiopien
  • Geburt von Tochter Mizan im November 2015

  • Seit Februar 2017 in Stuttgart bei „Hilfe für Brüder International“ als Projektmanager für den Bereich Ostafrika zuständig

 

Kontakt:

 

Tobias, Samira und Mizan Messner
Neefstraße 14
70184 Stuttgart

 

ts.messner(at)gmail.com

 

 

 

Spenden:

 

„Perspektiven für Äthiopien“ ist eine von der Brüdergemeinde Korntal unterstützte Initiative. Die Arbeit von BG-Mitgliedern Tobias und Samira Messner wird durch Spenden finanziert. Über finanzielle Unterstützung ihrer Arbeit sind sie dankbar.

 

Evangelische Brüdergemeinde Korntal

Kreissparkasse Ludwigsburg

DE82604500500009936900

Verwendungszweck: Perspektiven für Äthiopien (T&S Messner)