Wegmarken des Glaubens - Ein CiPuG-Abend mit Albrecht Hauser

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Ein Christ ohne Bildung der vollmächtig predigte, Lesslie Newbigin der sich in Demut, Liebe und mit Leidenschaft für die Evangeliumsverkündigung einsetzte, Lamin Sanneh der als Muslim in Gambia aufwuchs und dann begeisterter Jesusnachfolger wurde oder Patrik Sookhdeo dem die weltweit verfolgte Gemeinde Jesu besonders am Herzen lag. All das waren prägende Begegnungen oder auch Wegmarken des Glaubens für Albrecht Hauser.

Albrecht Hauser, Pfarrer und Kirchenrat i. R., wurde 1938 geboren, ist verheiratet mit Rosmarie Hauser und ist Vater von drei erwachsenen Kindern. Zusammen mit seiner Frau war er für 18 Jahre als Missionar in Pakistan und Afghanistan tätig. Außerdem nahezu 20 Jahre als Fachreferent für Mission im evangelischen Oberkirchenrat in Stuttgart. Seit seinem Ruhestand, bis ins Jahr 2022 war er zusammen mit seiner Frau ehrenamtlich verantwortlich tätig beim weltweiten Barnabas Fund, der sich besonders der bedrängten und verfolgten Gemeinde Jesu in aller Welt annimmt.

Am vergangenen Freitag hatten rund 40 Gäste das Vergnügen, im Rahmen einen CiPuG-Abends, Albrecht Hausers interessanten Erzählungen und zentralen Aspekten zu lauschen. Die vielfältigen persönlichen Wegmarken des Glaubenslebens von Herrn Hauser ergänzte er im zweiten Teil des Abends um die aktuelle Situation und Perspektive der Christen im allgemeinen Kontext.

Der ehemalige Pfarrer ermutigte die Anwesenden, dass auch in der gerade so problembehafteten Zeit, es unsere Glaubenshoffnung ist, die darüber hinaussehen kann. So stellte er heraus, dass die ICH-Zentriertheit des Menschen die eigentliche Not sei. Sein Aufruf: Jesus muss die Mitte sein, damit wir die Überbeschäftigung mit uns selbst nicht zu wichtig nehmen. Denn nicht der Mensch ist der Macher, sondern Gott ist Herr der Geschichte. Und dennoch: Die Spannung zwischen der Tragik des Lebens und der Hoffnung der Herrlichkeit bleibt auch für uns Christen bestehen.

Nachdem Herr Hauser seine Gäste mit diesen geistlichen Impulsen regelrecht wachgerüttelt hatte, lenkte er den Blick auf die weltweite Gemeinde. Und wie gut zu hören, dass die Gemeinde Jesu wächst – wenn auch im Verborgenen. Er erzählte vom Netzwerk Communio Messianica, welches einen apostolischen Dienst unter Menschen wahrnimmt, die sich aus dem Islam in die Christusnachfolge rufen lassen. Die Erzählung persönlicher Begegnungen rundete das Gesagte ab. So sei die Gemeinde im Südsudan eine singende Gemeinde. Das Zitat eines Christen aus dem Sudan erläutert dies eindrucksvoll: „Singen und Reden mit Gott in Klage und Lob ist eine Art, wie wir im Sudan auf Probleme reagieren. Wir singen, wenn wir fröhlich sind, wir singen aber auch, wenn wir mit Problemen konfrontiert werden.“ So sind die Lieder gekennzeichnet von Hoffnung und der Freude am Evangelium.

Albrecht Hauser beendete den Vortrag mit einem Appell, bevor es in eine abschließende Fragerunde ging: „Die Gemeinde Jesu ist eine weltweite Baustelle, drum sollte der Lauf des Evangeliums um die Welt unsere vornehmste Sorge sein.“ Amen!

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